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Nein, IDK steht in diesem Fall nicht für „I Don’t Know“. „Ignorantly Delivering Knowledge“ – kurz IDK – heißt der Künstler aus Prince George’s County, Maryland, der seine Musik wie sein Leben seit jeher einer höheren Mission widmet: Große Ideen möglichst zugänglich für alle zu machen. Dabei bedient sich der Rapper einem einzigartigen Mix aus smart-witziger Lyrik, perkussiven Flows und einer chamäleonartigen Musikalität. So verwandelt einer der konzeptionellsten Praktiker des Rap seine philosophischen Gedanken und Lebenslektionen in musikalische Kunst-Stücke. Auf seinem neuesten und bisher umfangreichsten Werk USEE4YOURSELF bespielt er virtuos alle Themen unserer Zeit: von Liebe, Männlichkeit und Materialismus bis zu den vielschichtigen emotionalen Auswirkungen einer schwierigen Kindheit. So wird seine Platte zu einer intensiven Charakterstudie, gefüllt mit unvorhersehbaren Features, Erinnerungen an seine Kindheit und umrahmt von heftigen Beats und großen Produktionen.

Geboren als Jason Mills, begann IDK seine musikalische Reise etwa ein Jahrzehnt nachdem er für einen bewaffneten Raubüberfall verurteilt wurde. MehrzumZeitvertreibverfasste er im Gefängnis Raps und trug sie seinen Insassen vor. Nach seiner Entlassung 2012 fand er jemanden, der ihm sein Studio kostenlos zur Verfügung stellte. Das war der Moment, an dem er seinen Unterricht am Community College abbrach, um sich auf seine Rap-Karriere zu fokussieren. Ob er überzeugt davon war, dass dies auch Früchte tragen würde? Keinesfalls. Dennoch veröffentlichte er schließlich 2014 sein Debütprojekt Sex, Drugs & Homework und lancierte noch im selben Jahr den Boom-Bap-Track „Hungry“ über zerrüttete Vorstadterziehung und Dominanzsucht im Rap.

Sein eigener Stil und seine individuelle Erzählweise begann sich 2015 mit dem gefeierten Album Subtrap – ein Wortspiel aus „Trap mit Substanz“ – herauszukristallisieren, ein faszinierender, ganz persönlicher Stilmix aus harter Straßenrealität und Schießereien, seiner eigenen Lebensgeschichte und unverfänglichen Erzählungen wie der, dass er sich in eine Barkeeperin verknallt hat. Obwohl IDK, damals noch als Jay IDK bekannt, längst seinen eigenen Stil gefunden hatte, wurde er aufgrund seiner Themenwahl und seiner lebhaften Stimme nicht selten mit Kendrick Lamar verglichen. Noch Jahre nachdem der Hot-97-Moderator Peter Rosenberg ihm zugesagt hatte, seine Musik auf seinem Sender zu spielen und sich längst eine nachhaltige Musikkarriere für ihn herauskristallisierte, hielt der Rapper den Druck auf sich selbst aufrecht: „Es gab eine Menge Dinge, die ich noch herausfinden und lernen musste“, so IDK. Es scheint, als habe es sich IDK schon lange zur Gewohnheit gemacht, sich selbst zu übertreffen. MitjedemneuenProjekt und Track wagt er, größer zu träumen. Nach Jahren eindringlicher Selbstreflexion und tiefgreifender Instrumentals, hat er nun endlich gelernt, seine Erfolge zu genießen.

Buchung bis spätestens 28.10.2022 um 10:30 Uhr möglich.

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